Coca Cola Leuchtreklame

Mit täglichen, bewussten Entscheidungen für nachhaltig, regional und fair Produziertes kombinierst du Verantwortung für deine Mitmenschen und die Umwelt. Umso mehr Menschen sich entscheiden, bewusst zu konsumieren, desto stärker werden sich Politik und Wirtschaft danach richten.

Weniger konsumieren, weniger Abfall produzieren
Bild aus dem Kurzfilm "Story of Stuff"

Alles, was wir konsumieren, verschmutzt und belastet auf irgendeine Weise die Umwelt. Das ist eine bedauerliche und unvermeidliche Tatsache. Aber es gibt Dinge, die wir als Einzelpersonen und Firmen unternehmen können, um die Auswirkungen auf die Umwelt gering zu halten. Dazu gehört zum Beispiel, einfach weniger zu konsumieren und weniger Abfall zu produzieren, Produkte wenn möglich mehrfach zu verwenden und so viel wie möglich wiederzuverwerten.

Ein toller Kurzfilm zu dem Thema:
www.storyofstuff.com

Du wählst täglich

Handwerkliche Fertigung oder industrielle Produktion? Lebensfrohe Tiere oder Massentierhaltung? Arbeitsplätze in der Region oder Billigproduktion im Ausland? Faire Beziehungen oder Wirtschaften auf Kosten von Menschen und Umwelt? Du als Kunde und Konsument hast täglich die Wahl. Frage einfach an der Verkaufstheke nach der Herkunft oder achte auf die Kennzeichnung auf der Verpackung und wähle bewusst.

www.herrmannsdorfer.de

Mit dem Geldbeutel wählen

Es gibt viele identische Produkte von verschiedenen Firmen zum gleichen Preis. Wenn du dich für den Hersteller entscheidest, der sozial und ökologisch vertretbar handelt und sich für eine bessere Welt stark macht, setzt du dadurch ein Zeichen. Wenn die Hersteller merken, dass der Verbraucher darauf wert legt, werden vielleicht auch andere ihren Umgang mit der Natur und den Menschen überdenken.

Beim Einkaufen kann man auch darauf achten, wo der Artikel hergestellt wurde. So fördert man mit seinen Ausgaben die lokale Wirtschaft und vermeidet lange Transportwege.

Bücher mit Seele

Kaufe einfach Dein nächstes Buch Secondhand, das geht z.B. auf Amazon, wo man immer die Option bekommt, oder im Second hand Buchladen. Die meisten Bücher auf Amazon sind so gut wie neu, Papier und Geld wird gespart und irgendwie hat das Bücher weitergeben doch auch was...

Teak-Möbel
Logo FSC

Wer nicht auf Teakholz verzichten möchte, der sollte beim Einkauf auf das Zertifikat des Forest Stewartship Council (FSC) achten. Frag im Handel danach. Der FSC ist eine regierungsunabhängige internationale Organisation. Mitglieder sind Waldbesitzer, Holzindustrie, Naturschutzorganisationen, Gewerkschaften, Organisationen der Ureinwohner und Zertifizierungsunternehmen. Ziel der Organisation ist es, international gültige Standards für eine ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltige Waldwirtschaft weltweit zu etablieren.

Das FSC-Logo signalisiert dem Verbraucher, dass es sich um Holzprodukte aus nachhaltiger Waldnutzung handelt. Damit soll die Nachfrage nach umwelt- und sozialverträglichem Holz gezielt angeregt werden.
Vorgaben für die Waldbewirtschaftung enthalten zum Beispiel den Verzicht auf Kahlschlag und Vorrang der Naturverjüngung.

Das Gütesiegel ist eingebrannt, aufgedruckt oder als Anhänger befestigt. Wichtig ist die Zertifizierungsnummer. Anhand dieser Nummer können die Herkunft des Holzes und der verarbeitende Betrieb zurückverfolgt werden. Fehlt diese Nummer am Produkt oder hast du sonst Zweifel an der Echtheit des Siegels, dann nimm Kontakt mit der Geschäftsstelle des FSC oder mit Robin Wood auf.

Kaufe nur Teakmöbel, die eine schlüssige, international anerkannte Herkunftsgarantie haben, denn falsche Tropenholz-Siegel hat es in der Vergangenheit leider immer wieder gegeben. Wenn der Verkäufer keine Angaben über die Herkunft des Holzes machen kann, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es sich um illegal geschlagenes Urwaldholz handelt.

Schön und schön gut
Logo Kosmetik ohne Tierversuche

Kauf deine Kosmetika von Firmen, die kein Erdöl verwenden, die keine Tierversuche durchführen, organische und biologisch angebaute Inhaltsstoffe verwenden und soziale oder ökologische Projekte fördern. Die großen Firmen sind z. B. Aveda, Body Shop oder Dr. Hauschka. Mittlerweile gibt es tolle Kosmetika auch von kleineren Firmen:

Less is More
Primavera
Susanne Kaufmann

Style und reines Gewissen
Bio Cotton Bild

Herkömmliche Bekleidung belastet schon beim Baumwollanbau durch die verwendeten Pestizide die Natur, die Färbungen verseuchen oft Flüsse und sind für den Träger manchmal sogar gesundheitsschädigend. Oft wird Bekleidung mit Formaldehyd und anderen hochgiftigen Stoffen versetzt, um nicht zu knittern oder zu schrumpfen.

Ökologisch, ohne Pestizide angebaute und fair gehandelte Baumwolle setzen heute bereits viele bekannte Bekleidungsunternehmen ein. Beim nächsten Einkauf einfach gezielt auf die Materialangabe schauen oder bei Google "biologische Baumwolle" eingeben. Das Angebot ist groß. Auch Levi's, GAP und Nike bieten Artikel aus Bio-Baumwolle.

www.armedangels.de
www.bioshirt-company.de
www.patagonia.com

Fair konsumieren
Transfair

Der Faire Handel unterstützt Produzentinnen und Produzenten in den Entwicklungsländern, um ihnen eine menschenwürdige Existenz aus eigener Kraft zu ermöglichen. Durch gerechtere Handelsbeziehungen sollen die Lebensbedingungen der Menschen in den Ländern des Südens verbessert, die Binnenwirtschaft gestärkt und langfristig ungerechte Weltwirtschaftsstrukturen abgebaut werden. Zum Beispiel decken die festgelegten Mindestpreise und Aufschläge die Produktionskosten und sichern das absolute Existenzminimum. Darüber hinaus kann auch in eine nachhaltige Zukunft investiert werden.

www.transfair.org

Jede Saison hat ihr besonderes Früchtchen

Bereichere deinen Speisezettel je nach Jahreszeit mit heimischen Obst- und Gemüsesorten. Lass dich von der Vielfalt überraschen. Lange Transportwege und Lager- und Kühlzeiten fallen so einfach weg. Und auf dem Wochenmarkt oder direkt beim Bauern zu kaufen, macht sehr viel Spaß. Wenn du dann auch noch auf die biologische Herkunft achtest, wurde auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet.

Saisontabelle Obst
Saisontabelle Gemüse

Einkaufskorb oder Tragetasche

Eine Kunststofftüte wird im Durchschnitt eine halbe Stunde lang benutzt. Nach ihrem Gebrauch bleibt sie etwa 100 bis 400 Jahre auf der Erde zurück. Die Plastiktüte belastet die Umwelt gleich mehrfach. Für die Herstellung wird Erdöl benötigt. Gelangt sie nach ihrem Gebrauch als Müll unkontrolliert in die Umwelt, verschandelt sie die Landschaft. Bei der Verbrennung werden giftige Stoffe wie Formaldehyd frei. Ein etwa drei Millionen Tonnen schwerer Müllstrudel hat sich zwischen Kalifornien und Hawaii gebildet. Angetrieben durch Wind und Strömungen dreht sich diese schwimmende Müllhalde in einem riesigen Wirbel auf dem Ozean. Dieser Wirbel ist etwa so groß wie Mitteleuropa. Auf ein Kilogramm Plankton kommen hier sechs Kilogramm Plastik. Es wäre also eine gute Idee, einfach dauerhaft auf Plastiktüten zu verzichten, oder?

Viel drumrum, wenig drin

Beim Einkaufen kann man sich einfach für das am wenigsten eingepackte Produkt entscheiden. Es gibt fast immer eine Alternative, bei der man Plastik und Papier einsparen kann, das sowieso sofort weggeworfen wird.

Regionale Angebote oder Wasser aus Fidschi

Direkt beim Bio-Bauern einkaufen und entdecken, wo und wie die Waren eigentlich hergestellt werden. Auch in Reformhäusern, Supermärkten und Bio-Läden findest du regionale Angebote und kannst z. B. zwischen dem Apfel aus Deutschland und dem aus Neuseeland wählen.

Artgerechte Tierhaltung

Artgerechte Tierhaltung ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal bei Fleischprodukten. Bevorzuge Waren aus der Region, weil so Herkunft und Qualität in der Regel leichter zu überprüfen sind. Wenn du mehr über die Herkunft und die Qualität der Fleischwaren wissen möchtest, dann frag' einfach nach. In jedem Fleischerfachgeschäft erhältst du Auskunft, wo das Fleisch herstammt. Meistens können sogar Details zum Bauern und zur Art der Tierhaltung genau erläutert werden.

Kontrolliert ökologischer Anbau - was ist das?

Frage nach Produkten mit sozialverträglichen und umweltschonenden Standards. Hinweise findest Du auf den Waren. Es gibt verschiedene Siegel, Kennzeichen und Informationsquellen.

Nachfolgend eine Übersicht über die bekanntesten Biosiegel.

Das Bio-Siegel garantiert eine Erzeugung nach der EU-Öko-Verordnung. Seit 2001 können Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft mit dem staatlichen Bio-Siegel gekennzeichnet werden. Zurzeit nutzen 3.355 Unternehmen das Bio-Siegel auf 55.671 Produkten (Stand: 30. September 2009). Nur Erzeuger und Hersteller, die die Anforderungen der EG-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau erfüllen und sich den vorgeschriebenen Kontrollen unterziehen, dürfen ihre Produkte mit dem Bio-Siegel kennzeichnen.       


Die Wirtschaftsweise der Bioland-Betriebe basiert auf einer Kreislaufwirtschaft - ohne synthetische Pestizide und chemisch-synthetische Stickstoffdünger. Die Tiere werden artgerecht gehalten und die Lebensmittel schonend verarbeitet. Dies ermöglicht eine umweltverträgliche und nachhaltige Lebensmittelerzeugung. Heute arbeiten über 4.967 Biobauern und 838 Lebensmittel-Hersteller wie Bäckereien, Metzgereien, Molkereien, Brauereien, Mühlen und Restaurants nach den Bioland-Richtlinien. Bioland-Produkte sind in Hofläden, auf Wochenmärkten, in Naturkostgeschäften, in Supermärkten und über Lieferservice erhältlich. Gentechnikfreies Biosaatgut ist vorgeschrieben wie auch eine naturheilkundliche Behandlung von kranken Tieren.


BIOPARK ist eine eingetragene Marke zur Kennzeichnung von ökologischen Lebensmitteln. Der BIOPARK Verband wurde 1991 gegründet. Inzwischen arbeiten ca. 700 Mitglieder nach den BIOPARK-Richtlinien. Dazu gehören der Verzicht auf chemische Betriebshilfsstoffe (z. B. Insektizide, Herbizide, Fungizide); Verzicht auf gentechnisch veränderte Organismen und Derivate sowie Verzicht auf Masthilfsmittel, keine Hormone und Fütterungsantibiotika; tierartgerechte Haltung mit Weidegang und Ausläufen; Förderung der Bodenfruchtbarkeit durch Fruchtfolge, betriebseigenen Dünger und Leguminosenanbau.


Das Demeter Bio-Siegel garantiert eine biologisch-dynamische Wirtschaftsweise nach den sehr strengen Demeter-Richtlinien in der Tradition des Anthroposophen Rudolf Steiner. Nur streng kontrollierte Vertragspartner dürfen ihre Produkte mit dem Demeter-Zeichen kennzeichnen. Die ganzheitlichen Demeter-Ansprüche gehen über die EG-Bio-Verordnung hinaus. Sie erfordern den Verzicht auf synthetischen Dünger, chemische Pflanzenschutzmittel, künstliche Zusatzstoffe in der Weiterverarbeitung, die Förderung der Lebensprozesse im Boden und in der Nahrung. Ein Demeter-Betrieb muss immer als Ganzes auf die Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise umgestellt werden.


Das Gäa Bio-Siegel kennzeichnet meist ökologische landwirtschaftliche Produkte aus Ostdeutschland. Der Gäa-Bundesverband wurde 1988 ursprünglich als Arbeitsgemeinschaft für ökologischen Landbau in der ehemaligen DDR gegründet. Der Verband entwickelte Anbaurichtlinien nach dem Vorbild der bestehenden anerkannten Anbauverbände, die sowohl biologisch-dynamische als auch organisch-biologische Aspekte der ökologischen Landbewirtschaftung berücksichtigten. Der Gäa-Standard ist vergleichbar mit dem der anderen ökologisch-biologisch orientierten Anbauverbände in Deutschland.


Produkte, die mit dem Naturland Bio-Siegel gekennzeichnet sind, wurden in ganzheitlich wirtschaftenden Betrieben nach strengen biologischen Standards erzeugt. Der Naturland-Verband für naturgemäßen Landbau wurde 1982 gegründet. Naturland fördert den Ökologischen Landbau weltweit und ist mit über 50.000 Bauern einer der größten ökologischen Anbauverbände. Als zukunftsorientierter Verband gehören für Naturland Öko-Kompetenz und soziale Verantwortung zusammen.


Das Neuform Bio-Siegel kennzeichnet ausschließlich im Reformhaus verkaufte Vertragsware. Das Bio-Siegel kennzeichnet Lebensmittel, die ohne gentechnisch manipulierte Rohstoffe hergestellt wurden, nicht radioaktiv bestrahlt wurden und frei von gehärteten Fetten sind. Die Produkte enthalten auch keine synthetischen Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffe. Die Rohstoffe stammen vorwiegend aus ökologischem Anbau.
Fleischlos glücklich

Ein fleischloser Tag mehr pro Woche ist gesund und gut für die Umwelt. Besonders Schweine und Rinder für die Fleischzucht werden mit Soja gefüttert. Die Produktion der Futtermittel für die Tiere benötigt sehr große Flächen, die nicht für andere landwirtschaftliche Produkte genutzt werden können. Jeden Tag Fleisch zu jeder Mahlzeit bedeutet aus ökologischer Sicht also einen enormen Ressourcenverbrauch.

Mehr Informationen zum Zusammenhang von Klimawandel und Fleischkonsum:

www.regenwald.org
www.fuereinebesserewelt.info

Fisch ist gesund und schützenswert
Siegel des Marien Stewardship Councils

Besonders der Tunfisch ist am Aussterben. Macht es Sinn, alle Exemplare einer Spezies zu töten und zu essen?

Alle Blauflossen-Tunfischarten sowie der Großaugen-Tunfisch sind massiv überfischt und vom Aussterben bedroht. So liegt die Zahl der erwachsenen Tiere nur noch bei 20% des Niveaus von 1970 oder darunter. Grund für die rapide Abnahme ist der stetig wachsende Bedarf nach Frischfisch, insbesondere für Sushi und Sashimi in Japan, Europa und Nordamerika.

Bevorzuge Fisch aus biologisch-heimischen Aquakulturen oder achte beim Kauf auf empfohlene Seefischarten, um die Fischbestände weltweit zu schonen. Der Marine Stewardship Council (MSC) steht für umweltbewussten und nachhaltigen Fischfang. Er gibt Verbrauchern die Möglichkeit, beim Fischeinkauf eine umweltbewusste Wahl zu treffen. Schau einfach nach dem Logo auf den Waren.

MSC Homepage

Ein Einkaufsratgeber mit allen stark bedrohten Fischarten:
WWF Einkaufsratgeber