Permakultur, eine Herzenssache!

Kurs 2011: Wir haben gelacht, diskutiert, gefeiert und gelernt. Unser Herz war immer mit dabei

Teilnehmer Juni 2011

Nach zwei Wochen intensivem Theorie- und Praxisunterricht heißt es auf Gut Lamplstätt Abschied nehmen. Viele lange Umarmungen sind zu sehen, die ein oder andere Träne fließt und das Versprechen, sich nächstes Jahr zur selben Zeit hier wieder zu treffen, wird gegeben.

"Viel war es und manchmal auch anstrengend" hört man hier und da, "aber auch notwendig und unglaublich bereichernd!". Es hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Bernhard, Christoff und Carsten sagen "Danke" für diese unvergessliche Zeit.

In diesen Tagen haben alle eine Alternative erlebt, wie das Leben mit und auf unserer Mutter Erde in Zukunft aussehen kann. Nicht nur was die Nachhaltigkeit bei der Energiegewinnung, der giftfreien Nahrungsherstellung oder dem biologischen Bauen angeht, sondern wir haben alle auch viel über Gemeinschaftsbildung gelernt.

Viele Ideen und Impulse für Projekte sind entstanden, die nun darauf warten, dass sie ins Leben gebracht werden. Folgende Bilder und Beschreibungen sind eine Auswahl aus dem Praxisteil. Sie sollen dir einen kleinen Eindruck vermitteln, wie die Stimmung war und was wir alles geschafft haben.

Bau einer Kräuterspirale

Kräuterspiralen erfreuen sich großer Beliebtheit. So war auch während unseres Kurses die Freude groß als es hieß, wir bauen eine solche. Auf wenig Raum kann man Kräuter mit verschiedensten Standortansprüchen zusammen pflanzen.

So finden mediterrane Kräuter wie Rosmarin und Lavendel, die eine Vorliebe für trockene und nährstoffarme Böden haben, ebenso einen Platz wie die heimische Pfefferminze, die es feucht und nährstoffreich liebt.

Alle haben mitgeholfen, dass unser ambitioniertes Projekt nun bald in voller Pracht Kräuter für die Küche in Lamplstätt liefert. Eine Kräuterspirale kann ohne größeren Aufwand in jedem Garten angelegt werden.

Unglaublich was durch diesen Kurs nun überall da draußen entsteht.

Lukas Uhl

Bau eines Brotbackofens

Seit ungefähr 10.000 Jahren baut der Mensch Getreide an und seit circa 6.000 Jahren backt er damit Brot. Immer mehr Selbstversorger bevorzugen wieder Brot aus dem eigenen Backofen. So darf auch der Bau eines Brotbackofens in unserem Permakultur-Seminar nicht fehlen.

Alles was wir benötigen, ist vor Ort, wird mit wenig Aufwand besorgt oder gebaut: Ein Fundament aus Beton, ein Stapel alter Ziegel, einige Schubkarren Lehm und Sand, etwas Stroh und viele fleißige Hände. Doch vor allem Füße, die die Rohmasse kneten.

An einem ganzen Tag mischen, zerkleinern, kneten, schichten und formen wir die Lehm-Sand-Stroh Mischung, bis der Brotbackofen am späten Abend in seiner Rohform fertig ist. Nun muss er nur noch trocknen und mit einem Holzdach versehen werden. Damit ist er fertig für die erste Ladung Brotteig.

Der von uns gebaute Ofen beruht auf einem uralten Prinzip. Ein einfaches Stein-oder Lehmgewölbe wird durch ein Holzfeuer erhitzt und strahlt, nachdem die Restglut entfernt wurde, seine gespeicherte Wärme auf das Backgut ab.

Vorteile dieses Ofenprinzips bestehen in seiner einfachen Bauweise und im besonderen Geschmack des Brotes. Trotz aller Anstrengungen beim Kneten und Schichten war alles ein einzigartiges Erlebnis.

Wir müssen wach werden und unseren Traum so umgestalten, dass die Erde wieder ein Paradies wird.

Elisabeth Schmuck

Kräuterwanderung und -zubereitung

"Dagegen ist ein Kraut gewachsen…" Die Geschichte der Heilpflanzen ist eine sehr alte. Bereits in der Antike war die gesundheitsfördernde Wirkung von Kräutern vielen Menschen bekannt. Hippokrates befasste sich bereits 5000 Jahre vor Christus mit der Heilkräuterkunde.

Sebastian Kneipp oder Hildegard von Bingen trugen dazu bei, dass die Klostermedizin in Europa fünf Jahrhunderte lang zum Träger der medizinischen Versorgung wurde. Die Heilungserfolge des Paracelsus waren legendär. Leider ist heute viel von diesem Wissen verloren gegangen.

Ein wesentlicher Bestandteil unserer Permakultur-Kurse dient dem Kennenlernen von traditionellem und nachhaltigem Wissen für eine neue Zeit.

Mit Christine Aigner gehen wir auf Kräuterwanderung. Sie lebt und arbeitet auf einem Bauernhof in Niederbayern, umgeben von weiten Wiesen und plätschernden Bachläufen voller Kräuter. Das umfangreiche Wissen und die tiefe Verbindung zu den Pflanzen beeindruckt uns sehr.

Eine lange Wanderung über die Hügel und durch die Täler von Gut Lamplstätt lässt uns Heil- und Wildkräuter kennen lernen, die manchem von uns noch nie bewusst über den Weg gekommen sind. Wir hören und staunen und freuen uns auf die spätere Zubereitung der gesammelten Köstlichkeiten. Was für ein Genuss!

Die Natur gibt uns das Beste, was sie zu geben hat, wenn wir es ihr erlauben.

Ariella Kohlhase

Exkursion zum "Lebensfeld Jaksch"

Kurz vor unserer Ankunft hatte ein heftiges Unwetter alle Felder des Biohofes von Hubert Jaksch verwüstet. Totalverlust, wie man in der Landwirtschaft sagt. Von Resignation ist bei Hubert nichts zu spüren. Ganz im Gegenteil, er sieht das als Chance. So kann wieder etwas neues daraus entsteht. Wir freuen uns für ihn und das Gefühl der Solidarität kommt auf.

Während des Vortrags lernen wir etwas über traditionelles Sähen, Ernten oder Lagern. Wir erfahren, was die ideale Bodenbeschaffenheit ist und zu welcher Zeit das Gemüse geerntet wird, damit es seine Vitamine länger behält. Weshalb er insbesondere mit Hügelbeeten und Terra Preta arbeitet, erklärt uns Hubert direkt auf dem Feld.

Danach erläutert er uns, wie sein "Gemüsefeld" funktioniert. Hier stellt er ca. 80 Familien aus der Stadt seinen Acker zur Verfügung, um unter seiner Anleitung eigenes Gemüse anzubauen. Von ihm erfahren sie auch, welches Gemüse wie zubereitet und wann gegessen der eigenen Gesundheit und dem Wohlbefinden am zuträglichsten ist.

Auf Hubert's Hof stehen nicht nur die Lebensmittel im Vordergrund, sondern auch der harmonische Umgang mit der Natur. Davon profitieren Menschen, Tiere und das Pflanzenreich gleichermaßen, denn hier wurde ein natürlicher Lebensraum für alle geschaffen. Ganz im Sinne der Permakultur.

Das Leben ist so einfach, wenn wir uns an die Naturgesetzte halten.

Hubert Jaksch

Gemeinsam uns und die Erde heilen

Kurs 2012: Permakultur heißt nicht mehr nur zu reden, sondern etwas zu tun

tl_files/pix/Permakultur/Eindruecke 2012/Gruppenfoto PK Kurs 2012.jpg

Wir erleben in diesem Kurs auf wunderbare Weise, wie nährend und kraftvoll der achtsame Umgang mit unseren Mitmenschen ist und wie wir durch intelligente Eigeninitative oder etwas Einschränkung beim Konsum ein glückliches Leben genießen können.

Wir werden uns in diesem Kurs wieder einmal bewußt, dass die Erde ein begrenztes Ökosystem ist, das kein unendliches Wachstum zulässt. Der behutsame Umgang mit allem Leben ist die Voraussetzung, um einen Beitrag zur Heilung unserer Erde und unserer Gesellschaft leisten zu können. Dieses Ziel bedeutet für uns, dass wir neue Wege gehen und aus den alten Strukturen ausbrechen müssen.

Das hat viel damit zu tun, uns als individuelle Menschen wieder ernst zu nehmen, unseren Visionen und Träumen wieder Platz zu geben, ihnen zu folgen und der Heimat in uns selbst damit ein Stück näher zu kommen. Das ist Permakultur!

Wer zur Quelle möchte, muss gegen den Strom schwimmen.

Konfuzius

Als wir am Ende dieses Kurses mit einigen Teilnehmern sprachen und einige berührende Rückmeldungen bekamen, blieben zwei Aussagen ganz besonders in Erinnerung: "Permakultur heißt nicht mehr nur zu reden, sondern etwas zu tun! Die letzten beiden Wochen waren enorm bereichernd und werden nachwirken" und "Permakultur ist ansteckend und ist nichts, was ich nur für mich tue, denn sie zieht sehr viel größere Kreise. In der Gesellschaft, in der Natur. Im Großen wie im Kleinen!" Diese Worte, viele lachende Gesichter und die spürbare Liebe der Teilnehmer zur Mutter Erde motivieren uns für nächstes Jahr, wieder einen Kurs zu organisieren.

Folgende Bilder und Beschreibungen sind eine Auswahl aus den Theorie- und Praxisteilen des Kurses. Sie sollen dir einen kleinen Eindruck vermitteln, wie die Stimmung war und was wir alles geschafft haben. Eine Auswahl an Arbeiten und Exkursionen, die im Kurs 2011 und in diesem Jahr stattfanden, wurden hier nicht nochmals aufgeführt. Sie wurden bereits bei den Eindrücken 2011 ausführlich gezeigt.

Von Herzen möchte ich mich bei euch allen für diese beiden tollen Wochen bedanken – für die schöne Stimmung, die Hilfsbereitschaft und die konstruktive Atmosphäre! Das Didgeridoo-Spielen, Trommeln und viele leidenschaftliche Gespräche zwischen Johannisbeeren und Wasserfarben werde ich nicht vergessen! Ich habe fachlich und menschlich viel dazugelernt.

Eine Teilnehmerin

Käsezubereitung

Die Milch macht‘s. Mit Liebe und Kreativität wird wohlschmeckender Käse draus. Das sehr schnell verderbliche Lebensmittel Milch wird durch die Verarbeitung zu Käse haltbar gemacht. So stehen auch in der milchfreien Saison wichtige Inhaltsstoffe wie Eiweiß, Vitamine oder Mineralstoffe der Milch zur Verfügung.

Man kann davon ausgehen, dass schon in der Steinzeit erste Erfahrungen mit Käse gemacht wurden. Die Geschichte der Käsezubereitung beginnt aber mit der Wandlung des Menschen vom Jäger und Sammler hin zum Ackerbauer und Viehzüchter. Erst mit der Sesshaftigkeit des Menschen und mit der Haltung und Zucht von Ziegen, Schafen und Rindern war genügend Milch vorhanden, um daraus Käse herzustellen. Die ersten Darstellungen über die Käseherstellung stammen aus Mesopotamien, dem heutigen Irak, und sind ca. 3000 Jahre alt. Im Tempel der Lebensgöttin Ninchursag zeigen Darstellungen an den Wänden die Gewinnung von Milch und die Herstellung von Käse. Bei all dem technischen und hygienischen Fortschritt unserer modernen Zeit ist die Herstellung von Käse jedoch beinahe seit den Urzeiten unverändert geblieben.

Im Kurs haben wir gezeigt, wie durch die Käsezubereitung der Wert von Milch veredelt wird und es wurden die kurzen Wege der Milchverarbeitung dargestellt. Wir haben gesehen, dass die einfache Zubereitung von Joghurt, Dickmilch und Frischkäse jederzeit auch in den eigenen vier Wänden möglich ist. Man kann Milch zu fairen Preisen beim Bio-Bauern kaufen und spart damit Verpackung, Kühlung und Transport.

Die Referenten Astrid und Jörg haben ein uraltes Lebensmittel erlebbar gemacht. Die Sahne wurde in einem ca. 80 Jahre alten Glasfass handbetrieben gebuttert und die Buttermilch danach getrunken. Danach haben wir unter Luftabschluss einen Hartkäse nach Bergkäseart hergestellt, der 6-8 Wochen reifen muss.
Aus der Molke wurde Wärme für den Joghurt gewonnen und auch noch ein Ricotta gezaubert. Die restliche Molke haben wir getrunken oder an die Hühner, den Hund und die Pflanzen verfüttert. Dadurch ging kein Bestandteil verloren und es hat uns riesigen Spaß gemacht zu sehen, wie im Sinne der Permakultur ein weiterer Kreislauf geschlossen wurde. Alles wurde verwendet oder verspeist.

Ein bisschen stolz waren wir alle schon!

Barfuß die Tautropfen am Morgen und die Sonnenstrahlen am Mittag zu spüren, das pure Erleben, die pure Lust am Existieren, das ist für mich Permakultur.

Petra Bauer-Wolfram

Bau eines Hühnertraktors

Ein Huhn ist aufgrund seiner Vielseitigkeit ein optimales Tier für die Nutzung in Permakultur-Projekten. Es kann in unterschiedliche Planungselemente und Kreisläufe eingebunden werden. Zur "Einlagerung" von Kalorien für den Winter, für die kurzfristige Lebensmittelerzeugung, für die Verbesserung der Bodenbeschaffenheit oder zur Herstellung von Dämmaterial.

Ein Prinzip der Permakultur ist es, erneuerbare Dienstleistungen zu nutzen. Erneuerbare Dienstleistungen sind Funktionen, die wir beispielsweise von Tieren bekommen, ohne sie zu konsumieren. Neben Pferden spielen Hühner in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Sie können in einem mobilen Hühnerstall, dem so genannten Hühnertraktor, effektiv zur Lockerung, zur Lüftung, zur Säuberung und zur Düngung des Bodens eingesetzt werden.
Der Hühnertraktor wird also zur Verbesserung der Bodenbeschaffenheit genutzt. Bei der herkömmlichen Hühnerhaltung im Freiland wird das Scharren der Tiere zum Problem, denn der nackte Boden erodiert. In der Permakultur wird dieses intensive Bearbeiten des Bodens kreativ eingesetzt.

Die Hühner zerkleinern den Mulch und die Kräuter, picken die Samen der Wildpflanzen, Raupen, Schnecken und Larven. Sie bereiten so den Boden zur Aussaat vor. Im Kurs 2012 haben wir aus altem Bauholz, Hammer, Nägeln und etwas Maschendraht einen mobilen Hühnerstall gebaut. Ganz im Sinne einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft düngen sie auch noch den Boden am richtigen Ort. Die Hühner sind fertig, wenn das Beet nur noch aus lockerem Mulch besteht.

Als Nachtlager und zum Eierlegen steht ihnen ein kleines Holzhaus mit Sitzstangen zur Verfügung. Als Fuchs- und Marderschutz ist es empfehlenswert, ein Elektronetz anzubringen. Der Hühnertraktor ist leicht und dadurch einfach zu versetzen.

Wieder einmal helfen alle mit und sind begeistert, wie vielfältig einsatzfähig unsere Hühner sind. Auch die Hühner sind begeistert, dass sie nun fast wöchentlich neue Wiesen nach fetten Raupen absuchen dürfen. Wir lieben unsere Tiere auf Gut Lamplstätt!

Es macht mir Hoffnung, dass immer mehr Menschen da draußen etwas tun möchten, um die Erde zu heilen.

Tanya Schmid

Bau eines Kalträucherofens

Christoff ist unermüdlich, wenn es darum geht, neue und nützliche Praxiselemente in den Kurs einzubauen. Zwischen dem Ansetzen eines wirklich wohlschmeckenden Apfelessigs und der bewährten Kräuterwanderung mit Christine Aigner bauen wir einen Kalträucherofen.

Wir verwenden dafür einen angerosteten Waschzuber, ein altes Ofenrohr, etwas Kartonage und ein paar frische Weidenäste. So viel sei vorweggenommen, der Fisch der geräuchert wurde, schmeckte fantastisch!

Im Vergleich zum Heißräucherofen wird dem Räuchergut beim Kalträuchern nur der Rauch und keine Hitze zugeführt. Der Kalträucherofen muss deshalb aus einem Material bestehen, welches die Wärme gut ableitet. An einem kleinen Hang hinter dem Haus wurde der unten aufgesägte Waschzuber bis zur Hälfte im Boden eingelassen. Um die Verbindung mit der Feuerstelle herzustellen, vergruben wir unterhalb des Waschzubers ein altes Ofenrohr. So konnte der Rauch gut abkühlen, bis er das Räuchergut erreichte. Es empfiehlt sich, die Temperatur im Kalträucherofen nicht über 22 ºC steigen zu lassen. Wird der Rauch heißer, gerinnt das Eiweiß im Räuchergut. Dadurch trocknet es aus, wird bröselig und lässt sich nicht mehr in feine Scheiben schneiden.

Das Kalträuchern ist ein etwas langwieriges Verfahren. Das Räuchergut kann aber so für Wochen und sogar Monate haltbar gemacht werden. Gerade für Fisch ist diese Art der Konservierung ideal. Sägespäne aus Buchenholz oder das Holz von Apfel- oder Kirschbäumen geben dem Räuchergut einen zart-würzigen Geschmack. Guten Appetit!

Wie jeder für jeden sorgt, jeder Verantwortung für den Kurs und den Ablauf sorgt, zeigt, was für ein Potzenzial in uns steckt.

Christoff Schneider

Projektpräsentationen

Am Ende eines jeden Kurses gibt es eine Abschlusspräsentation, welche die Visionen aller Teilnehmer in Wort und Bild darstellt. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass wir Menschen sehr wohl fähig sind, konstruktiv und leidenschaftlich auf die Herausforderungen unserer Zeit zu reagieren.

Manche Projekte sind bereits in der Umsetzung, einige wurden neu ins Leben gerufen, und einige wollen nun einen Platz in der Welt finden. Ausnahmslos alle waren eine Augenweide und die Leidenschaft und Motivation, mit der sie präsentiert wurden, erweckte in allen, die an diesem Kurs teilgenommen haben, eine Aufbruchstimmung und ein Gefühl der Hoffnung. Nach den Präsentationen konnten alle mit großer Freude ihre Permakultur-Zertifikate in Empfang nehmen.

Christoff und Carsten sagen vielen Dank für diese spannenden und schönen Tage!

Für mich gab es nur Highlights, alles am Kurs war sensationell. Die Gemeinschaft, die Theorie, die Praxis. Alles.

Michael Seiller-Tarbuk

Exkursion zum "Beeren Franz"

In einer unserer Exkursionen besuchen wir den Bio-Beerenhof von Franz Eizinger und seiner Frau. Hier erfahren wir, wie Beeren und anderes Obst auch auf kleinster Fläche zuhause gepflanzt und gezüchtet werden können. Der Demeter-Hof ist seit 2004 auch Demonstrationsbetrieb für ökologischen Landbau.

Wenn wir keine Möglichkeit haben, Beeren selbst anzubauen, können wir uns im Sommer über die Erzeugnisse freuen, die es bei uns um die Ecke zu kaufen gibt. Heidelbeeren schmecken fantastisch. Bereits die alten Griechen und Römer verwendeten Heidelbeeren als Heilmittel gegen Darmerkrankungen. Im Mittelalter entdeckte Hildegard von Bingen den Wert der blauen Waldfrüchte als Heilpflanze wieder. Auch die Erdbeeren, die Brombeeren oder Heidelbeeren sind eine willkommene Abwechslung für süsse Feinschmecker.

Erzeugnisse, die lokal und saisonal bei Bio-Kleinbetrieben gekauft werden, unterstützen die Vielfalt in der Landwirtschaft, die Wertschöpfung in deiner unmittelbaren Umgebung und entlasten die Umwelt. Bei Obst, Beeren und Gemüse kann so Energie für lange Transporte oder Verpackung eingespart werden. Wird für lagerfähiges Obst wie Birnen oder Äpfel und Gemüse wie Kartoffeln, Möhren, Sellerie oder Kohl ein Erdkeller oder eine Erdmiete zur Aufbewahrung im Winter verwendet, entfällt sogar die Energie für die Kühlung. Umweltschonender geht es nicht. Wir freuen uns auf die nächste Exkursion zum Beeren Franz und seine süssen Erdbeeren!

Ich habe genug zum Leben. Schaut mich an, mir geht es gut. Ich bin auch glücklich mit weniger Erträgen.

Franz Eitzinger (Beeren Franz)

Die Welt positiv gestalten

Kurs 2013: Wir lernen, wie wir unsere Vision einer lebenswerten Erde umsetzen können

tl_files/pix/Permakultur/Eindruecke 2013/Gruppenfoto 2013.jpg

Und auch dieses Jahr waren es zwei wundervolle Wochen, die uns wieder einmal gezeigt haben, dass wir gemeinsam viel mehr bewegen können als allein. Unser Ziel, unser Leben um etwas mehr Nachhaltigkeit und Achtsamkeit dieser Erde gegenüber zu erweitern, haben wir erreicht. Und zwar als Team!

Neben dem obligatorischen Brotbackofen bauen wir Hochbeete, einen Kalträucherofen, eine Wurmfarm, setzen Essig oder Joghurt an. Wir lernen welche Kräuter essbar oder als Salben zu verwenden sind, erfahren wie junge Obstbäume beschnitten werden, singen am Lagerfeuer, geniessen unsere selbst gebackene Pizza und vieles mehr. Neben lehrreichen Theoriestunden drinnen verbringen wir noch mehr zufriedene und erfüllte Lebenszeit auf den Feldern, im Wald oder beim Entwurf unserer eigenen ökologischen Vision.

Für mehr und detailliertere Informationen über den Theorie-Teil, die Projekte oder die Exkursionen während den Kursen lest bitte die Eindrücke 2011 oder 2012 weiter oben.

An dieser Stelle soll nochmals allen Teilnehmern und dem lieben Christoff für ihren wundervollen Beitrag herzlich gedankt sein.

Ein Seminar, dass alle Sinne anspricht - hören, sehen, riechen, schmecken, fühlen. Ein Meilenstein auf meinem Weg, meine Welt positiv zu verändern und unserer Mutter Erde etwas zurückzugeben. Ich bin allen, der Gruppe und dem Seminarleiter Christoff Schneider sehr dankbar, hier konnte ich meine Vision weiterentwickeln und planerisch umsetzen. Leckeres Essen, wunderschöne Umgebung! Bringt Durchhaltevermögen und Energie mit, der Stoffumfang ist knackig!

Elisabeth Falgner

Wieder einmal viel geschafft!

Kurs 2015: Gemeinsam für mehr Unabhängigkeit

Anlegen eines Mandala-Gartens am Engelhof 2015

Dieses Jahr haben wir mit 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen kleinen Kraftakt vollbracht! Neben dem umfangreichen theoretischen Permakultur-Stoff konnten u.a. diesen wunderschönen Mandala-Garten anlegen, der oben im Bild zu sehen ist. Unglaublich, was eine kleine Gemeinschaft von Gleichgesinnten in wenigen Tagen alles vollbringen kann!

Dieses Jahr fand der Permakultur-Kurs am schönen Seminarplatz Engelhof im Allgäu statt, der mit viel Liebe und Detailarbeit über die letzten Jahre wieder zum Leben erweckt wurde. Ulli und Dunja, die Besitzer, möchten in den nächsten Jahren immer mehr zur Selbstversorgung ihrer Gäste übergehen und haben uns gebeten im Praxisteil des Kurses einen Brotbackofen zu bauen und einen Gemüsegarten samt Humusgrundlage anzulegen. Gesagt getan!

Mit viel Schweiß und noch mehr Lust am Schaffen konnten wir Projekte vollenden, die nun dazu dienen viele Menschen am Engelhof mit knusprigem Brot, gesunden Kräutern und ökologisch einwandfreiem Gemüse zu versorgen.

Abends war wieder gemeinsames Singen am Feuer eine willkommene Abwechslung. Die ganz mutigen sprangen nach der Sauna noch in den kalten klaren Schrattenbach. Die vorzügliche ayurvedische Küche von Dunja tat ihr Übriges zur guten Laune während der zwei Wochen am Engelhof.

Herzlichen Dank an alle für diese wunderschöne Zeit und hoffentlich bis bald!

Neue Heimat für die Permakultur

Kurs 2016: Ein herzliches Willkommen auf dem Höllbachhof

Teilnehmer am Höllbachhof 2016

Dieses Jahr waren wir mit unserem Permakultur-Zertifikatskurs zum ersten Mal bei Elisabeth und Stefan am Höllbachhof zu Gast. Die beiden haben uns eingeladen in den nächsten Jahren mehrere notwendige Projekte umzusetzen. So garantieren wir unseren Teilnehmern während den Kursen am Höllbachhof praxisbezogene und sinnvolle Lerneinheiten. Dieses Jahr haben wir mit dem Anlegen eines Waldgartens, einem Gemüsebeet und dem dazugehörigen Humus begonnen.

Neben der intensiven Vermittlung theoretischer und praktischer Inhalte durch Christoff und weiterer Referenten, gab es viel Spaß, wunderbare vegetarische Mahlzeiten und gemeinschaftlichen Austausch über 2 lehrreiche Wochen hinweg. Danke an alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen, dass sie den Weg von nah und fern auf sich genommen haben, um dabei zu sein.

Wir freuen uns sehr, wenn du Interesse hast, im nächsten Jahr mit dabei zu sein. Solltest du noch Fragen zum Kurs haben, bitte schreib mir ein Email unter carsten[AT]seventh-generation[DOT]de

Gerne beantworte ich dir deine Fragen auch persönlich unter Telefon +49 (0) 176 32 41 7200

Anmeldung

Hiermit melde ich mich verbindlich für das folgende Seminar an:

Permakultur-Zertifikatskurs am Höllbachhof in Bayern

So. 09. - Do. 20. Juli 2017 (Sa. 08. Juli Anreisetag)

12 Tage Kurs mit vegetarischer Vollpension pro Person im

eigenen Zelt für € 1.195 (Preiskategorie a)
Gruppenraum für € 1.295 (Preiskategorie b)
Doppelzimmer für € 1.495 (Preiskategorie c) begrenzt vorhanden
Einzelzimmer für € 1.795 (Preiskategorie d) begrenzt vorhanden
-

Bitte teile uns unten im Feld "Deine Nachricht" deine Preiskategorie mit.

*
Bitte rechne 6 plus 3.*
 

 

Anmeldebestätigung
Nachdem du eine persönliche Anmeldebestätigung von uns erhalten hast überweise bitte den Teilnahmebeitrag. Einen Seminarplatz können wir nur garantieren, wenn der Teilnahmebeitrag bei uns eingegangen ist.

Rücktrittsbedingungen
Die Anmeldung kann bis 8 Wochen vor Seminarbeginn ohne Fälligkeit einer Rücktrittsgebühr zurückgenommen werden. Bei Abmeldung innerhalb der 8 Wochen vor Seminarbegin, berechnen wir eine Rücktrittsgebühr von 100 EUR. Sofern ein Einzel- oder Doppelzimmer reserviert wurde, behalten wir zusätzlich den Zuschlag für das Zimmer ein, sofern wir es nicht anderweitig vermieten können. Bei Abmeldung ab dem 7. Tag vor Seminarbeginn oder Nichtteilnahme ohne Abmeldung wird der volle Teilnahmebeitrag in Rechnung gestellt.

Wir behalten uns das Recht vor Kurse aufgrund von zu geringer Teilnehmerzahl abzusagen. Sollte eine Veranstaltung ausfallen, erhälst du deine Kursgebühren umgehend zurück.

*Vollpension: Vegetarisches Frühstück, Mittagessen und Abendessen inklusive Tee und Wasser