Februar 2010

Grüne Bewegung

2010-Feb-24   ::   0 Kommentare

Ein Gebäude der Greenschool aus Bambus

Ubud, Bali, Indonesien. Nach ca. vier Wochen sind wir auf der Trauminsel Bali angekommen, einer exotischen Mischung aus spiritueller Hingabe, Gastfreundlichkeit und üppiger Vegetation. Wir lieben, was wir erleben dürfen, und sind dankbar für jeden neuen Tag.

Was uns am meisten begeistert, ist das neue ökologische Bewusstsein, das hier überall zu spüren ist. In fast allen Restaurants werden organisch angebaute Lebensmittel verwendet, Permakultur ist in aller Munde. Wir wählen aus einer Vielzahl von Eco Resorts, die sehr viel Wert auf nachhaltige Bewirtschaftung oder selbsterzeugte Energie legen. Unter all den „grünen” Angeboten sticht eins ganz speziell heraus: „The Greenschool”. Diese Schule bietet Schülern aller Nationalitäten die Möglichkeit, nach dem holistischen Prinzip Rudolf Steiners zu lernen, wie man Verantwortung für die Bedürfnisse unserer Mutter Erde übernimmt. Die Schule wurde von dem Schmuckdesigner John Hardy komplett aus schnell nachwachsendem Bambus erbaut, bezieht die Energie aus einem eigenen Flusskraftwerk, und die Kinder bauen ihr eigenes Gemüse an.

Es lohnt sich, einen Blick auf die Website zu werfen, außerdem gibt es hier einen sehenswerten CNN Kurzfilm über die Schule.

Erleuchteter Tourismus

2010-Feb-22   ::   0 Kommentare

Korallen in Raja Ampat

Sorong, West Papua, Indonesien. Wir durften mit eigenen Augen sehen, was entstehen kann, wenn engagierte Menschen sich nachhaltig für die Umwelt einsetzen. Marit und Andrew Miners und ihr Team begannen vor ca. vier Jahren, ein Naturschutzgebiet in Raja Ampat aufzubauen. Auf einer Insel inmitten dieser „no-take-zone” steht ihr Misool Eco Resort, das für das nötige Kapital für den Erhalt eines der artenreichsten Riffsysteme der Welt sorgt. Als sie begannen das Resort zu bauen, diente die Insel noch als Basis für verheerendes Dynamitfischen und den illegalen Fang und das Abschneiden von Haifisch-Flossen bei lebendigem Leibe.

Heute können sich viele Korallen wieder ungestört erholen, Hunderte von Fischarten siedeln sich wieder an, und sogar die Haie, die wir jeden Morgen in der Bucht beobachten durften, kommen langsam wieder zurück...

Tourismus, der schützt ...

2010-Feb-10   ::   0 Kommentare

Logo des Misool Eco Resort

Jakarta, Java, Indonesien. Morgen brechen wir nach West Papua auf, um Andrew Miners zu interviewen. In Raja Ampat betreiben er und sein Team das Misool Eco Tauchresort. In Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung wurde in einem der empfindlichsten und artenreichsten Riffsysteme der Erde ein ca. 400 Quadratkilometer großes Schutzgebiet ausgewiesen. In dieser „no-take-zone” ist weder illegales Fischen noch „shark-finning” erlaubt.

In jedem Detail wird auf Nachhaltigkeit geachtet. Zum Bau des Ressorts wurde kein Baum gefällt, sondern überwiegend Treibholz verwendet. Abwässer werden im biologischen Abwassergarten gereinigt und Energie zum Teil über Windräder und Sonnenkollektoren erzeugt.

Wir können es kaum erwarten!

Die letzten Paradiese

2010-Feb-4   ::   0 Kommentare

Junger Orang Utan in Bukit Tigapuluh

Bukit Tigapuluh, Sumatra. Wir fahren von Jambi, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, über 100 km durch abgerodete Wüsten und Palmölplantagen. Unsere Augen und Seelen können nicht glauben, was hier passiert, und wir sind tieftraurig über das Ausmaß dieser Zerstörung. Verantwortlich für diesen Beutezug sind in erster Linie wir als Konsumenten von Papier und Palmölprodukten!

Umso mehr atmen wir auf, als wir nach ca. acht Stunden am Camp der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt ankommen, inmitten von einem der letzten intakten Regenwälder auf Sumatra. Der Nationalpark Bukit Tigapuluh ist noch die Heimat von wilden Elefanten, Tigern und unzähligen tropischen Baumarten. Hier arbeiten Dr. Peter Pratje und ein lokales Team an der Auswilderung von Orang Utans, die in anderen Teilen Indonesiens bereits ihren Lebensraum verloren haben.

Diese unbeschreibliche Vielfalt, die unbekannten Gerüche und Geräusche, der ruhige Lauf des Flusses und die ungestörte Schönheit dieses Waldes geben uns Hoffnung und waren Balsam für unsere Seelen. Solche allerletzten Paradiese können nur durch unsere gemeinsame Hilfe erhalten bleiben.

Das Interview wird in den nächsten Wochen hier zu sehen sein