April 2010

Stefanie Brendl im Kampf gegen das „shark finning“

2010-Apr-22   ::   0 Kommentare

Werbung für Haifischflossensuppe in Hongkong

Honolulu, O'ahu, Hawaii. Der Hai steht an der Spitze der Nahrungskette unserer Weltmeere. Jährlich werden über 100.000.000 (hundert Millionen) Haien bei lebendigem Leib die Flossen abgeschnitten und die Tiere dann, um auf den Fischerbooten Platz zu sparen, zurück ins Meer geworfen. Ohne Flossen, unfähig zu schwimmen, verenden sie qualvoll. Vor allem in Hongkong und Singapur gilt Haifischflossensuppe als Statussymbol und Delikatesse. Der Hai hat jedoch eine entscheidende Rolle im Ökosystem Meer. Er frisst verletzte und kranke Tiere und hält damit den Genpool der gejagten Spezies jung und gesund. Jedoch stellen die Medien den Hai ausschließlich als menschenfressende Bestie dar.

Mittlerweile setzen sich viele Menschen für ein Verbot des so genannten Shark-Finning ein und arbeiten daran, eine weltweite Lobby für den Jäger der Meere aufzubauen. Stefanie Brendl arbeitet auf Hawaii für die Aufklärung der Bevölkerung und für ein umfangreiches Gesetz, das die Haie vor der grausamen Praxis der lebendigen Verstümmelung schützen soll. In den nächsten Tagen werden wir sie besuchen, um uns die Zusammenhänge und ihre Arbeit genau erklären zu lassen.

Das Interview kannst du hier lesen. Hier kannst du dir weitere Information über die Arbeit von Stefanie Brendl holen.

Die Bucht – Der Film

2010-Apr-16   ::   0 Kommentare

Die Bucht Kinoplakat englisch

Gestern sahen wir den Film Die Bucht und fragen uns, wie so viel Hass und Ignoranz in die Welt kommen, wie die Schönheit und die Einzigartigkeit des Lebens so oft übersehen werden können. Wo bleibt die Liebe zu allem Lebendigen, zum Heiligen, wo bleibt die Liebe zu uns selbst?

Wir finden, es war wichtig, diesen Film zu machen. Er zeigt, wie ein ehemaliger Delfin-Trainer, zwei Freitaucher und mehrere Film- und Tonspezialisten für ihre Liebe zu den Tieren und für ihre Wahrheit aufstehen, aufschreien und aufklären. In Die Bucht zeigt diese Handvoll engagierter Menschen, wie leidenschaftlich und gewaltfrei sie die Schätze unserer Meere verteidigen und dabei das eigene Leben aufs Spiel setzen. Sie enthüllen das barbarische Geheimnis einer japanischen Kleinstadt und zeigen, wie Japan versucht, mit widerlicher Korruption den Wal- und Delfin-Fang vor der Welt zu verteidigen. Spannend wie ein Krimi und sachlich dokumentiert zeigt der Film, was heute noch jedes Jahr an der Küste Japans mit Delfinen passiert und was getan werden muss, um sie zu schützen. Durch diesen Film wurde bereits erreicht, dass das Fleisch dieser sensiblen und intelligenten Tiere von den Speiseplänen japanischer Schulen verschwunden ist.

Schau ihn dir an, wenn du ihn noch nicht gesehen hast. Hier kannst du deine Stimme gegen das sinnlose Abschlachten von jährlich ca. 23.000 Delfinen abgeben.

Kompromissloser Naturschutz

2010-Apr-8   ::   0 Kommentare

Walhai

Ningaloo Marine Park, Exmouth, West Australien. Wir erfüllen uns einen Traum und schwimmen mit den größten Fischen dieser Erde, den völlig harmlosen, Plankton-fressenden Walhaien.

Auf der Suche nach den Wundern unserer Natur und wie sie am besten erhalten werden kann, besuchen wir eines der unzähligen Naturschutzgebiete Australiens. Der Ningaloo Marine Nationalpark schützt Australiens größtes Saumriff. Die vom Riff eingeschlossenen seichten Lagunen und die tieferen Gewässer außerhalb bieten Lebensraum für eine Vielzahl an unterschiedlichsten Korallen, mehr als 500 Fischarten und anderen Meeresbewohnern wie Schildkröten, Dugongs, Delfinen, Mantarochen oder Buckelwalen. Ningaloo besteht aus mehreren so genannten Zufluchtszonen, in denen zwar beobachtet, aber nicht gefischt werden darf. Während eines kurzen Spaziergangs am frühen Morgen durften wir sehen, was dieser kompromisslose Schutz der Natur bewirkt. Vom Strand aus sehen wir innerhalb weniger Minuten Delfine, vier Schildkröten, Schaufelhaie, mehrere kleine Riff-Haie, viele Fische und mehrere Blaupunkt-Rochen.

Am folgenden Tag durften wir mit den wunderbaren Walhaien schwimmen. Wenige Meter unter dem Wasser gleiten sie langsam und friedlich dahin, ungestört von unserer Präsenz. Diese Fische schwimmen Tausende von Kilometern, um jedes Jahr im April zur Korallen-Blüte wieder an die Küste Australiens zurückzukehren. Hier sind diese Tiere geschützt, aber in Indien, Indonesien oder den Philippinen werden sie immer noch für ihre Flossen und ihr Fleisch abgeschlachtet. Niemand kennt bis jetzt die genauen Routen, keiner weiß, wie viele es überhaupt noch gibt.

Um die Walhaie besser schützen zu können, müssen Wissenschaftler genau nachvollziehen, wohin die Fische schwimmen, um dann in den betreffenden Ländern Schutzmaßnahmen einleiten zu können. Um diese Arbeit zu unterstützen, wählen wir für unser Abenteuer ein Unternehmen, das 5% des Umsatzes zur Erhaltung der Parks und der Forschung spendet.

Wieder ein Beispiel, wie Tourismus dazu beitragen kann, gefährdete Tierarten zu schützen und für künftige Generationen zu erhalten.