Mai 2010

Um zu leben, schützen sie, was die Erde uns schenkt

2010-Mai-27   ::   0 Kommentare

Samen Bank Petaluma

Petaluma, Kalifornien. An der Westküste Kaliforniens gibt es viele Menschen, für die ein nachhaltiger Lebensstil bereits Normalität geworden ist. Trotzdem gibt es auch hier immer noch ökologische Herausforderungen, wie beispielsweise eine Erfindung aus den zwanziger Jahren: Hybride Samen sind die erste Generation von Nachkommen aus entfernten und unterschiedlichen Abstammungslinien der gleichen Art. Samen, die aus dieser Zucht entstehen, sind entweder unfruchtbar oder zeigen nicht die gewünschten Merkmale der Mutterpflanze.

Die Entwicklung hybrider Samen schuf die Voraussetzungen für den kommerziellen Samenhandel und trug maßgeblich zu den drastisch ansteigenden landwirtschaftlichen Erträgen des zwanzigsten Jahrhunderts bei. Die traditionelle Methode der Landwirte, von jeder Ernte einen Teil für die nächste Aussaat zu verwenden, verschwand damit immer mehr. Sie waren vielmehr gezwungen, immer wieder neue hybride Samen zu kaufen. Darüber hinaus benötigen diese Samen große Mengen an Dünger, Pflanzen- und Insektenschutzmittel sowie überdurchschnittlich viel Wasser, um diese großen Ertragsmengen zu erzielen.

Durch hybride Samen und die dafür notwendigen Dünger, Pestizide und Bewässerungsanlagen sind viele der ärmsten Landwirte dieser Erde in einer Schuldenfalle gefangen. In Indien haben sich bereits Hunderte von Bauern das Leben genommen, da sie dem Teufelskreis aus steigender Investition und sinkenden Erträgen nicht mehr entkommen können.

Im Gegensatz zu hybriden Samen sind natürlich bestäubte Samen die traditionellen Varianten, die für Jahrtausende, seitdem der Mensch Landwirtschaft betreibt, für ihre reichhaltige Nahrung angebaut wurden. Diese Samen wuchsen ohne Einsatz von künstlichen Düngemittel oder chemischen Keulen, es fand eine natürliche Auslese statt. Neben dem besseren Geschmack sind sie widerstandsfähiger gegen Krankheiten und können sich an das jeweilige lokale Ökosystem anpassen.

„Frei“ bestäubte Varianten produzieren natürliche Samen, die die Bauern zur nächsten Aussaat verwenden können.

Heute kommen in der Landwirtschaft und im Gartenbau überwiegend hybride Samen zum Einsatz. Monsanto und andere Hersteller von hybriden Samen arbeiten mit Nachdruck daran, diesen Marktanteil weiter auszubauen. Jere Gettle dachte sich wohl vor 17 Jahren, es müsse etwas für den Erhalt gesunder, natürlicher Pflanzen getan werden, und gründete einen Versandhandel für Samen althergebrachter Pflanzenarten. Althergebracht bedeutet in diesem Sinne, dass natürlich bestäubte Samen von Generation zu Generation weitergegeben und dadurch erhalten wurden.

2009, also 12 Jahre später, eröffnete er die Seed Bank (Samen Bank) in Petaluma. Hier können Gärtner und Bauern persönlich aus über 1.200 unterschiedlichen Samen aus 70 Ländern wählen. Die Samen Bank unterstützt die Verwendung von ökologisch angebauten Lebensmitteln, indem sie Samen an Schulen, gemeinnützige Einrichtungen und Nachbarschaftsprojekte spendet. „Obwohl Samen wenig Geld kosten, haben sie einen beträchtlichen Wert“, betont Jere. Er möchte durch seine Arbeit lokale Gärtner ermutigen, traditionelle Samen für kommende Generationen zu erhalten.

Angesichts manipulativer Geschäftsgebaren von Firmen wie Monsanto ist es wichtiger denn je, das wertvolle Erbe unserer Mutter Natur zu schützen.

Du findest die Samen Bank in Petaluma, 199 Petaluma Boulevard, Kalifornien. Die Samen könen auch online bestellt werden.

Ökologische Balance und Respekt vor der Unversehrtheit allen Lebens

2010-Mai-18   ::   0 Kommentare

Ralph Metzner

Hale'iwa, O'ahu, Hawai'i. Übermorgen brechen wir auf in Richtung Kalifornien. Hier werden wir Ende Mai in der Nähe von San Francisco Dr. Ralph Metzner treffen und interviewen. In den sechziger Jahren war er maßgeblich an Forschungsprojekten zur Bewusstseinserweiterung an der Harvard Universität beteiligt. Heute ist er als Psychologe, Buch-Autor und Wissenschaftler tätig.

Ralph Metzner widmet sein Leben der Heilung und Harmonisierung der Verbindungen zwischen uns Menschen und unserer Mutter Erde. Ihm zufolge kann das durch eine Wiedererkennung der energetischen und spirituellen Vernetzung aller Lebensformen in allen Welten erreicht werden.

Wir freuen uns, einen Mann kennen lernen zu dürfen, der zum Wandel unserer Geisteshaltungen und Werte, unserer Sichtweisen und Weltanschauungen hin zu mehr ökologischer Balance und Respekt vor der Unversehrtheit allen Lebens beiträgt.

Hilfe für die Errichtung des Daram Marine Reserve gesucht

2010-Mai-7   ::   0 Kommentare

Gesunde Korallen in Raja Ampat

Die Inseln Raja Ampats liegen nordwestlich der indonesischen Provinz Papua, des Herzens des so genannten Korallen-Dreiecks, einer der artenreichsten Gebiete unserer Erde. Das Misool Naturschutz Zentrum (MNZ) hat das Ziel, eine Gesamtfläche von 450 Quadratkilometer dieser gefährdeten Riffe zu schützen.

Wir haben nicht mehr viel Zeit. Diese einzigartige Natur wird unmittelbar durch nicht nachhaltige und illegale Fischerei ernsthaft gefährdet. Zum Einsatz beim Fischen kommt neben Zyanid auch Dynamit. Darüber hinaus hat Indonesien die weltweit größte Industrie für Hai- und Rochenfischerei. Wir müssen jetzt handeln, oder wir riskieren eines der wertvollsten Riff-Systeme zu verlieren.

Das bereits bestehende Schutzgebiet

Bereits 2005 begannen das Misool Eco Ressort (MER) und das MNZ eine Schutzzone in Südost-Misool einzurichten. Das Ergebnis war eine marine No-Take-Zone (NTZ), die 168 km2 groß ist und in der weder gefischt noch Haien die Flossen abgeschnitten werden darf.

Die Koalition aus MER, MNZ und der lokalen Bevölkerung konnte einen noch nie dagewesenen Erfolg erzielen, was die Wiederherstellung des Artenreichtums in der NTZ angeht. In 2008 finanzierte die Naturschutzorganisation WildAid das erste Patrouillen-Boot zur Kontrolle der NTZ. Für die lokale Bevölkerung bedeutet dieser Erfolg sichere Arbeitsplätze und langfristige Mieteinkünfte.

Aktuelle Gefahren

Nachdem die Gefahren im bereits bestehenden Schutzgebiet drastisch reduziert wurden, konzentriert sich MCC nun auf die Expansion des Gebietes um die in unmittelbarer Nähe liegenden Daram Inseln und einen Verbindungskorridor. Die zusätzliche Fläche würde 300 km2 betragen. Leider dient Daram im Moment noch als Basis für illegale Fischer, die von weither kommen, um hier Haifischflossen abzuschneiden, Schildkröten zu jagen oder mit Zyanid und Dynamit zu fischen. Das muss eine Ende haben.

Ziele des neuen marinen Naturschutzgebiets

Die vorgeschlagene Fläche der NTZ wird allen oben genannten Praktiken Einhalt gewähren. Das Schutzgebiet wird nicht nur einen legalen Rahmen bieten, um diese destruktiven Methoden zu stoppen, sondern es werden auch Patrouillen eingesetzt, um die neuen Gesetze umzusetzen.

Der Grundstein ist bereits gelegt

Die Gemeinde, die die Rechte an dem betreffenden Gebiet hält, hat dem Projekt bereits mündlich zugestimmt und einen Anteil der Finanzierung zugesichert. Der zuständige Vorsitzende der Fischereibehörde in Raja Ampat hat ebenfalls die Erlaubnis für die Ausweisung und Erweiterung der Schutzzone gegeben. Die Gesamtfläche des Schutzgebietes würde somit 468 km2 betragen.

Zusätzlich zu den Zusagen der lokalen und regionalen Behörden hat das MCC bereits detaillierte Ablaufpläne erstellt, bis hin zu den Betriebskosten der Patrouillen-Boote. Die einzige Herausforderung ist nun die Finanzierung des Projekts.

Hilf mit, das Daram Marine Reserve zu finanzieren

Die Etablierung dieser Schutzzone würde eine einzigartige Rückzugsfläche für den Artenreichtum von Raja Ampat bieten sowie die lokale Bevölkerung finanziell unterstützen. Das Daram Marine Reserve stellt eine einmalige Gelegenheit dar, die einzigartige Natur für kommende Generationen zu erhalten.

Das Misool Naturschutz Zentrum benötigt 725.000 Euro, um das Projekt zu finanzieren. Wir sind dankbar für jeden Betrag, bitte spende jetzt! (Spenden werden durch die Naturschutzorganisation WildAid entgegengenommen; bitte wähle unter "Program Area - Indonesia Misool/Daram")

Mehr Informationen unter www.DaramMarineReserve.org

Meeresschildkröten - Sanfte Schwimmer unter Schutz

2010-Mai-5   ::   0 Kommentare

Grüne Meeresschildkröte unter Wasser

Haleiwa, O'ahu, Hawaii. Wir haben das große Glück, diese einzigartigen Inseln besuchen zu dürfen. Neben der Arbeit für Seventh Generation genießen wir die Naturwunder der Vulkaninseln und tauchen tief ein in die Jahrtausende alte Kultur Hawaiis.

Ein stiller Bewohner dieser glasklaren Gewässer um Hawaii begleitet uns über und unter Wasser, die Grüne Meeresschildkröte. Die Einwohner Hawaiis nennen diese nur an Land schwerfälligen Geschöpfe „Honu“. Sie stehen seit Urzeiten als Symbol für Lebenskraft und gelten als „Aumakua“, als Schutzgeister. Bis vor einigen Jahren wurden sie für ihr Fleisch gejagt und waren kurz vor dem Aussterben, bis sie 1988 durch das Washingtoner Artenschutz-Abkommen unter internationalen Schutz gestellt wurden. Diese sanften Geschöpfe werden bis zu 50 Jahre alt und ernähren sich von Quallen oder Algen an den Lavaklippen, die fast alle Strände hier säumen. Als exzellente Schwimmer legen sie Hunderte von Kilometer zurück, um nach vielen Jahren zur Eiablage immer wieder an den Ort ihrer Geburt zurückzukehren. Auch heute sterben viele dieser Reptilien als Beifang oder durch Plastikmüll im Wasser, den sie mit Futter verwechseln.

Eine der Organisationen, die sich für die Erhaltung der Lebensräume einsetzt, ist der Hawaii Wildlife Fund (HWF). Mehrere Organisationen wie der HWF organisieren an mehreren Wochenenden im Jahr gemeinsame Müll-Sammelaktionen an Stränden und in Parks. Eine Initiative, die auch in anderen Ländern wie Australien bereits Schule macht. Die Idee kann ohne großen Aufwand auch zu Hause mit Freunden umgesetzt werden.