Juli 2010

Bienen sind unersetzlich

2010-Jul-27   ::   0 Kommentare

Honigbienen auf Seerosen

Sebastopol, Kalifornien. Bienen üben seit jeher eine starke Faszination auf den Menschen aus. Zeichnungen und Schriften erzählen vom unschätzbaren Wert, den Honig und Wachs bereits in der Antike hatten. Früheste Bilder des Honigjägers aus der Steinzeit, aus der Zeit der ägyptischen Pharaonen oder der minoischen Kultur Kretas belegen, was für eine uralte Geschichte die Nutzung der Honigbiene bereits hat.

Für die Bestäubung von blühenden Pflanzen nehmen die Honigbienen eine unverzichtbare Stellung im Naturhaushalt unserer Kulturlandschaften ein. Nach Rind und Schwein ist die Biene das drittwichtigste Nutztier in Deutschland, von ihrer Bestäubung sind 80 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzpflanzen abhängig. Das Bundeslandwirtschaftsministerium schätzt ihren wirtschaftlichen Nutzen daher auf etwa zwei Milliarden Euro jährlich.

Durch das Koloniensterben der letzten Jahre ist die Biene wieder vermehrt ins Zentrum des öffentlichen Bewusstseins gelangt. Dieses epidemieartige Sterben der Honigbienen macht den Imkern große Sorgen, da durch Krankheiten und insbesondere einen Parasiten, der so genannten Verroamilbe, ganze Bienenkolonien aus der Landschaft verschwinden. Das hat dramatische Folgen für den Fortbestand von Pflanzen, die auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen sind.

Das Bienensterben hat dadurch nicht nur indirekten Einfluss auf unser Leben, sondern beeinflusst durch chemische Rückstände aus Pestiziden, wie Bayvarol oder Perizin, die zur Behandlung dieser Pest eingesetzt werden, sehr direkt auch unsere Gesundheit.

Der Kauf von ökologisch erzeugtem Honig unterstützt Imker, die ihre Bienenkolonien nachhaltig, naturbelassen und frei von chemischen Behandlungsmitteln züchten. Darüber hinaus sollte der Honig bei der Verarbeitung nicht über die Bienenstocktemperatur von 35 Grad erhitzt werden, weil sonst wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen. Das alles ist übrigens auch für den gesunden Fortbestand der Bienenvölker wichtig, denn widerstandsfähige Bienen kann nur eine Zucht hervorbringen, die auf Nachhaltigkeit zielt.

Hier kannst du mehr über die naturbelassene Herstellung von Honig lesen.

7thG in Süddeutscher Zeitung

2010-Jul-20   ::   0 Kommentare

Am 19. Juli 2010 erschien eine verkürzte Version unseres Interviews mit Stefanie Brendl zum Thema „shark finning“ unter dem Titel Die chinesische Kultur braucht diese Suppe nicht in der Süddeutschen Zeitung. Viel Spaß beim Lesen.

Interview mit David Holmgren jetzt online

2010-Jul-17   ::   0 Kommentare

Permacultur Design Symbol

Melliodora, Hepburn Springs, Australien. Im Frühjahr diesen Jahres waren wir zu Gast bei David Holmgren und seiner Lebensgefährtin Su Dennet. Der Vordenker und Mitbegründer der Permakulturbewegung sprach mit uns über die destruktiven Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft, den Verlust der Artenvielfalt und über die Probleme des anhaltenden Bevölkerungswachstums in vielen Ländern. Vor allem aber erläuterte er uns die Lösungen, die Permakultur für die Gestaltung dauerhafter Lebensräume für Mensch und Natur und zur Erzeugung von Lebensmitteln, unabhängig von sozialen, geografischen oder klimatischen Bedingungen, zur Verfügung stellt.

Auf Melliodora, der Farm von Su und David, wird Gästen wie uns demonstriert wie Permakultur die Herausforderung löst, unterschiedliche Systeme effizient aber nachhaltig miteinander zu verknüpfen. Wir haben das Gefühl, dass Permakultur die Möglichkeit ist, in Harmonie mit der Natur einen Lebensraum zu schaffen, der uns ernährt und heilt.

"In Permakultur versuchen wir sehr viel mehr die Welt zu schaffen, die wir uns wünschen, als gegen eine Welt zu kämpfen, die wir nicht möchten." David Holmgren

Hier geht's zum Interview.