Oktober 2010

Biomeiler - Energie aus "Abfall"

2010-Okt-29   ::   0 Kommentare

Biomeiler Energiesystem

Wenn wir von regenerativen und damit nachhaltigen Energien sprechen, meinen wir oft Solarstrom oder Windenergie, die durch Photovoltaik- bzw. Windkraft-Anlagen erzeugt werden. Vergessen wird dabei oft, dass diese Art der Energieerzeugung einen hohen Rohstoffaufwand bei der Herstellung oder der Entsorgung bedeutet. So wird beispielsweise bei einer Photovoltaik-Anlage das Halbmetall Silizium verwendet. Dieses Halbmetall kommt als solches in der Natur nicht vor, sondern wird aus Silziumdioxid SiO2 (Quarz- sand) in Verbindung mit Kohle bei ca. 2000 Grad Celsius erschmolzen. Darüber hinaus muss es zur Erlangung der erforderlichen Reinheit zusätzlich mit Chlor behandelt und mehrfach verdampft und kondensiert werden. Hierfür werden große Mengen elektrischer Strom benötigt, wodurch die Umwelt enorm belastet wird.

Die Herausforderung ist nun Energie in geschlossenen ökologischen Kreisläufen zu erzeugen. Der Franzose Jean Pain (1928-1981) entwickelte im Laufe seiner Arbeitstätigkeit als Agronom in der Provence ein System der Verwertung von Baum- und Strauchschnitt. Den so genannten Biomeiler. Es gelang ihm, durch in Gang setzen eines natürlichen Verrottungsprozesses, Warmwasser, Warmluft, Biogas und  hochwertigen Kompost  zu gewinnen, ohne dass dabei Abfall anfiel oder Verbrennung stattfand. Das Besondere an diesem System ist auch, dass es nur geringer materieller Ressourcen bedarf um den Biomeiler aufzubauen, in Gang zu setzen und zu nützen.

Da im Inneren des Biomeilers Temperaturen bis zu 70 C° entstehen, ist es naheliegend beispielsweise seine Warmwasserversorgung oder Heizung daraus zu beziehen. Als weiteres Nebenprodukt wird gebundenes Methangas aus der Biomasse freigesetzt. Dieses leicht brennbare Gas kann beispielsweise verwendet werden, um damit einen Gasherd, Motor oder eine Gastherme zu betreiben. Wenn die Biomasse nach ca. 18 Monaten verrottet ist, entsteht daraus ein hochwertiger Kompost.

Ein Biomeiler ist eine effektive Möglichkeit aus "Abfall" dezentral Energie zu gewinnen und am Ende bleibt wertvoller Dünger.

Permakultur Zertifikatskurs 2011 - Meld' dich an!

2010-Okt-15   ::   0 Kommentare

Pflanzen, Wasser, Luft und Böden sind unsere Zukunft. Moderne Landwirtschaft, Monokulturen, steigender Energieverbrauch und bedenkenlose Städte- und Landschaftsplanung bringen unsere "Mutter Erde" an den Rand ihrer ökologischen Kapazitäten und entziehen uns damit unsere existenziellen Grundlagen.

Permakultur ist permanente Agrikultur, die auf dem Arbeiten mit den Kreisläufen und den Wechselwirkungen der Natur aufgebaut ist. Ihr Ziel war und ist es die langfristige Nahrungsversorgung durch eine harmonische Koexistenz von Mensch und Natur sicherzustellen. Es geht um die Gestaltung von produktiven Landschaften und unabhängigen Gemeinschaften. Diese Ökosysteme zeichnen sich durch eine natürliche und gesunde Vielfalt, Stabilität und Widerstandsfähigkeit aus und sollen darüber hinaus ökonomisch erfolgreich sein.

Permakultur kannst du lernen. Ganz gleich ob für deinen Garten, deinen Balkon, die Terrasse oder deine Landwirtschaft. Vom 18. Juni bis 02. Juli 2011 findet im bayerischen Chiemgau auf Gut Lamplstätt ein 2 wöchiges Seminar mit Bernhard Gruber und Christoff Schneider statt. Theoretisches Hintergrundwissen und Erfahrung bei der praktischen Umsetzung sind die Grundlage jeder permakulturellen Gestaltung. Alle Referenten bringen langjährige und fundierte Kenntnisse zur Verwirklichung von nachhaltigen Lebensräumen und sozialen Lebenssystemen mit.

Während des Permakultur-Zertifikatskurses erfährst du, wie das Zusammenleben von Menschen, Tieren und Pflanzen symbiotisch kombiniert werden kann, um die Bedürfnisse aller zu berücksichtigen.

Hier erfährst du mehr über die Inhalte, die Referenten und den Seminarort.