Februar 2011

Ein Sieg für den Artenschutz!

2011-Feb-18   ::   0 Kommentare

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Japan hat den Walfang in der Antarktis in dieser Saison vorzeitig für beendet erklärt. Von 900 Walen, die gefangen werden sollten, wurden „nur” ca. 10% erlegt. Die Regierung in Tokio hatte den Walfang schon in der vergangenen Woche nach Protestaktionen von Mitgliedern der Tierschutzorganisation Sea Shepherd vorübergehend ausgesetzt. Die Jagd sollte ursprünglich noch einige Wochen dauern.

Zwei der drei japanischen Harpunenboote wurden so eng beschattet, dass sie nicht zum Fang kamen. In einem Fall gelang es den Aktivisten, ein Seil in die Schraubenwelle eines Fangbootes zu bekommen, das Harpunenboot war danach nur noch eingeschränkt manövrierfähig. Nachdem es die Aktivisten auch noch schafften, das Wiederauftanken der Walfänger deutlich zu verzögern, versuchte sich das Fabrikschiff Nisshin Maru nach Osten abzusetzen.

Für die Naturschutzorganisation Sea Shepherd ein klarer Sieg. Im nächsten Jahr werde man den Druck weiter aufrechterhalten, kündigte die Gruppe an. „Wir sind jedes Jahr stärker geworden”, sagte Sea-Shepherd-Gründer Paul Watson. Er betonte, dass die Ehre nicht nur seinen Tierschützern gebühre. „Ohne die Unterstützung der Australier und Neuseeländer hätten wir nicht sieben Jahre lang Flotten aus australischen und neuseeländischen Häfen hinausschicken können”, meinte er.

Nach Neuseeland werden auch in Australien Stimmen der Erleichterung und Glückwünsche laut. Beide Länder haben die US-Organisation über mehrere Jahre dabei unterstützt. Der vorzeitige Abzug der japanischen Walfänger aus dem Südpolarmeer ist auch in Australien erleichtert aufgenommen worden. „Ich bin froh, dass die Saison vorbei ist. Und Australien findet, dass es nie wieder eine Walfangsaison geben sollte”, sagte Umweltminister Tony Burke am Freitag.

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