Juli 2012

Erfolge beim weltweiten Haischutz

2012-Jul-26   ::   0 Kommentare

Chinas populärer Basketball Spieler Yao Ming
Yao Ming

Weltweit erfahren Kampagnen gegen das Abschlachten von Haien für Haifischflossensuppe enormes Momentum. Das ist zu einem beträchtlichen Teil der Umweltschutzorganisation WildAid zu verdanken.

In China, dem Hauptabsatzland für Haifischflossen, servieren die Regierungsbehörden bei offiziellen Empfängen keine Haifischflossensuppe mehr.

Im zweitgrößten US Bundesstaat Illinois trat ein Gesetz gegen den Verkauf, den Handel, den Bestizt und die Verbreitung von Haifischflossen-Produkten in Kraft.

In Calgary, Kanada, trat einer Gemeinschaft von Städten bei, die sich gegen den Konsum von Haifischflossensuppe aussprechen.

Um den Schutz von Haien und das weltweite Verbot für den Verzehr von Haifischflossensuppe zu unterstützen, bitte spende hier.

Bauern siegen über Monsanto & Co.

2012-Jul-12   ::   0 Kommentare

Gericht gibt altes Saatgut frei: Europas Bauern dürfen selbst Saatgut aus alten, amtlich nicht zugelassenen Pflanzensorten herstellen und vermarkten. Das stellt der Europäische Gerichtshof fest und kassiert eine umstrittene EU-Richtlinie, die dies bislang verboten hatte. Das Urteil ist eine empfindliche Schlappe für Saatgutkonzerne wie Bayer und Monsanto, die den Markt dominieren.

Bislang durften unzertifizierte Sorten nicht in den Handel. Da die Zulassung aber aufwändig und teuer ist, können sich dies meist nur große Unternehmen leisten. Der Gerichtshof stärkt mit dem Urteil die Rechte von Bauern, insbesondere Ökobauern.

"Wer das Saatgut kontrolliert, beherrscht die Welt", sagte einst der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger. Durch immer mehr Rechte von Großkonzernen auf Pflanzen werden Bauern noch weiter in die Abhängigkeit der Agrarkonzerne getrieben, weil deren Saatgut für eine optimale Produktion spezielle Dünger und Pestizide benötigten. Landwirte, die sich darauf eingelassen haben, geben mittlerweile fünfmal mehr für Dünger und Spritzmittel aus, als für das Saatgut selbst.

Dass der Streit um das Saatgut ein Kampf um die bäuerliche Selbständigkeit war, sieht auch die Generalanwältin des EuGH, Juliane Kokott. In ihrem Rechtsgutachten war sie der Auffassung, dass mit dem Vermarktungsverbot alter Sorten "Landwirte notfalls auch gegen ihren Willen zur Nutzung produktiverer Sorten gezwungen werden sollten". Landwirte sollten nach ihrer Meinung aber allein darüber entscheiden dürfen, welche Sorten sie anbauen. Sie könnten auch ganz darauf verzichten, ihre Felder zu nutzen.

Das amtliche Verbot nicht zugelassener Sorten führte laut Kokott auch zu einer massiven Verarmung der biologischen Vielfalt und einer womöglich gefährlichen Dominanz des industriellen Saatguts: Man hätte nicht ausschließen können, dass durch das Verbot nicht zugelassener Sorten künftig Pflanzen fehlen würden, die sich etwa dem Klimawandel oder neuen Krankheiten besser anpassen können als die heute vorherrschenden Sorten.

Die Entscheidung des EuGH hat große Bedeutung für die Agrarindustrie. Bauern dürfen Saatgut künftig selbst verkaufen - auch wenn es amtlich nicht zugelassen ist. Damit ist die Macht der großen Agrarkonzerne gebrochen. Landwirte jubeln: "Ein unglaublicher Sieg für Bauern und Verbraucher."