Oktober 2012

Zwei Frauen kämpfen für den Regenwald

2012-Okt-31   ::   0 Kommentare

Niemals zuvor hing das Überleben von ca. 77 Million Hektar Regenwald, das ist die Größe von Frankreich und Großbrittanien, von einer Person ab. Die brasilianische Präsidentin, Dilma Rousseff, kann mit ihrem Veto den so genannten "Forest Code" stoppen, einem Gesetz, das Großgrundbesitzern oder Holzfällern die Möglichkeit geben würde, legal die genannte Fläche an Regenwald abzuholzen. Darüber hinaus würde dieses Gesetz Personen begnadigen, die in Vergangenheit illegal Regenwald zerstörten.

Vor einigen Tagen hat Dilma Rousseff nun gegen neun Bestandteile dieses Gesetzes, die vom Kongress bereits bewilligt waren, ihr Veto eingelegt.

Beispielsweise blockiert sie mit dem Veto die geplanten Freigaben zum Anbau von Monokulturen wie Orangen- und Apfelbäume in ökologisch sensiblen Gebieten. Umweltministerin Izabella Teixeira betonte am Mittwoch, durch die Entscheidung der Präsidentin sollten auch Amnestie-Möglichkeiten für illegale Rodungen verhindert und Anreize für weitere Abholzungen vermieden werden.

Hier gibt es weitere Informationen zum Theman.

Für die Freiheit des Saatguts

2012-Okt-9   ::   0 Kommentare

Vandana Shiva
Vandana Shiva

Dr. Vandana Shiva ist eine indische Physikerin. Sie wurde für ihr Engagement in den Bereichen Umweltschutz, biologische Vielfalt, Frauenrechte und Nachhaltigkeit mehrfach ausgezeichnet. Ihr wurde 1993 der Right Livelihood Award – auch alternativer Nobelpreis genannt – verliehen, weil sie die Themen Frauen und Ökologie in den Mittelpunkt des Diskurses um moderne Entwicklungspolitik gestellt hat. Sie ist u. a. Mitglied des Club of Rome. Ihre Organisation Navdanya begann in diesen Tagen eine globale Kampagne, um weltweit Bürger und Regierungen über die prekäre Situation der Versorgung mit frei verfügbarem Saatgut zu informieren.

Vom 2. Oktober (Gandhi's Geburtstag) bis zum 16. Oktober 2012 (Welternährungstag) plant die "Alliance for Seed Freedom" umfangreiche Aktionen, um weltweit die Aufmerksamkeit von Menschen auf das Problem der immer großer werdenden Einschränkungen bei der Versorgung von "freiem" Saatgut zu lenken. Die Aktionen sollen die Menschen und die Regierungen wachrütteln. Gandhi sagte: "Solange der Aberglaube weiterbesteht, dass die Menschen ungerechten Gesetzen gehorchen sollten, so lange wird Sklaverei existieren." Die Menschheit wird in eine neue Form der Abhängigkeit von multinationalen Samenproduzenten gedrängt. Ganz im Geiste von Mahatma Gandhi ruft Navdanya zum zivilen Ungehorsam gegen ungerechte Gesetze auf.

Samen sind die Quelle des Lebens und die erste Stufe in unserer Nahrungskette. Wer sie kontrolliert, kontrolliert unsere Leben, unsere Lebensmittel und unsere Freiheit.

Hier gehts zur weltweiten Kampagne zur Freitheit des Saatguts.