September 2013

Indien verbietet Verstümmelung von Haien!

2013-Sep-18   ::   0 Kommentare

abgeschnittene Haifischflosse
Hai-Verstümmelung

Schillerlocke, Seeaal, Rocksalmon oder Greyfish – wenn der Hai im Kochtopf landet, hat er viele Namen. Doch hinter den harmlosen Begriffen versteckt sich oftmals Quälerei. Dem begegnet das indische Umweltministerium mit einem neuen Gesetz: ab sofort ist es verboten, lebenden Haien die Flossen abzuschneiden und sie zurück ins Meer zu werfen. Fischer dürfen die begehrten Teile erst dann abtrennen, wenn die Tiere an Land sind. Wer sich mit Flossen an Bord erwischen lässt, muss mit bis zu sieben Jahren Haft rechnen.

Das sogenannte Shark-Finning ist eine besonders grausame Art des Haifischfangs. Die Fischer verstümmeln die Meeresräuber bei lebendigem Leibe und schmeißen sie zurück ins Wasser. Dort sinken sie bewegungsunfähig auf den Grund, wo sie ersticken, verhungern und letztlich anderen Fleischfressern zum Opfer fallen.

Neun Prozent aller weltweit gefangenen Haie stammen aus Indien, hinter Indonesien ist die Nation zweitgrößter Haifänger. Unzählige der dort erbeuteten Arten listet die Regierung als gefährdet: den Hammerhai etwa, den Breitflossenhai und den Walhai, den größten Fisch der Gegenwart. Für gefangene Haie gibt es keine Einschränkungen zu Alter, Größe oder Art – allein an der Finne ist das ohnehin kaum zu erkennen.

Das Geschäft mit der Delikatesse ist riesig. Besonders in China wächst der Markt für Haifischsuppe, weil die Gesellschaft wohlhabender wird. Die weltweite Fischereiindustrie verarbeitet jährlich etwa 8000 Tonnen Flossen. Das bedeutet, dass rund 200.000 Tonnen als „Resthai“ im Meer verenden, denn die Flossen machen nur vier Prozent Körpermasse aus.

Shark-Finning ist kein rein asiatisches Phänomen: Europa gehört zu den größten Lieferanten Chinas, allen voran Spanien und Portugal. Schon vor 2012 war Finning zwar verboten, Fischer durften ihrem Fang aber noch an Bord die Flossen abhacken. Körper und Finne mussten sie nicht am selben Hafen abladen. Das ermöglichte den Fischern, die nahezu wertlosen Haikörper doch im Verborgenen in die See zu werfen. Erst im vergangenen November konkretisierte die EU das Gesetz: Seit Juli dürfen gefangene Haie das Schiff nur noch „mit den Flossen am Körper“ verlassen. Nur bei einigen besonders gefährdeten Tiefseehaien betragen die Fangquoten Null. Sie dürfen allerdings drei Prozent des Flottenbeifangs ausmachen, landen faktisch also weiterhin in den Netzen.

Haipopulationen sind weltweit bedroht und gehen immer weiter zurück. Nach Angaben der UN-Organisation FAO liegt das an der Überfischung: Schätzungen zufolge sterben jedes Jahr hundert Millionen Haie in Netzen und an Langleinen, etwa 38 Millionen davon werden „gefinnt“.

Wir danken dem Greenpeace-Magazin für die Bereitstellung dieses Artikels.

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Plastic Pollution Coalition

2013-Sep-3   ::   0 Kommentare

Einwegplastik gehört zu den größten Verursachern von moderner Umweltverschmutzung. Hergestellt, um weggeworfen zu werden, vereinfachen diese Produkte scheinbar unser tägliches Leben. Es verbleibt aber Müll in unseren Meeren und Landschaften, der Jahrhunderte benötigt, um sich wieder abzubauen. Vier Möglichkeiten weniger Plastikmüll zu produzieren sind: Refuse (vermeide), Reduce (reduziere), Reuse (wiederverwenden), Recycle (recycle)!

Die Mission der “Plastic Pullution Coalition” ist, die immer bedrohlicher werdende Plastikverschmutzung und den dadurch hervorgerufenen hochgiftigen Einfluss auf uns Menschen und unserer Umwelt zu stoppen.

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